US-Wahlkampf: Obama will Ölreserven anzapfen
Er überbietet sich gerade mit Vorschlägen, die Energiekrise abzuwenden: Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama schlägt nun vor, die Strategischen Ölreserven der USA anzutasten. Allerdings auf besonderem Wege.
Energie ist im US-Präsidentschaftswahlkampf neben der Hypothekenkrise das bedeutendste Thema. Selbst nach einem Rückgang des Ölpreises von mehr als 147 $ auf 125 $, müssen die Amerikaner Rekordpreise an der Zapfsäule zahlen. Nach Angaben des US-Energieministeriums kostet die Gallone (3,78 Liter) Benzin momentan 3,95 $, Diesel schlägt sogar mit 4,60 $ zu Buche. Für die Haushalte ist das eine enorme Belastung: Sie leiden unter steigender Arbeitslosigkeit und fallenden Hauspreisen. Im Juli kletterte die Arbeitslosenquote auf 5,7 Prozent, die Hauspreise brachen im Mai um rund 16 Prozent ein.
Barack Obama bleibt das nicht verborgen. Der demokratischer Bewerber um das Präsidentschaftsamt richtet seine Energiepolitik neu aus - und unterbreitet einen neuen Vorschlag nach dem anderen. Zuerst präsentierte er die Idee eines 1000-$-Steuerrabatts auf die steigenden Energiepreise, dann vollzog er die Kehrtwende und sprach sich für Offshore-Bohrungen vor der amerikanischen Küste aus. Und jetzt hat er die Strategischen Reserven (SPRs) entdeckt. Am Montag stellte Obama seinen Plan vor: Er will leichtes Rohöl aus den SPRs nehmen und gegen schweres Rohöl eintauschen. Überdies sollen 70 Millionen Barrel (je 159 Liter) ersatzlos verkauft werden. Der Hintergedanke des Tausches: Leichtes Rohöl kann von den Raffinerien besser verarbeitet werden, was zu einem Preisrückgang führen würde.
Am Markt spielten Obamas Vorschläge keine Rolle: Der Ölpreis notierte am Montag nahezu unverändert bei 125,05 $. Händler achteten vor allem auf den Verlauf von Sturm Edouard. Bis jetzt richtete er keinen Schaden an, nähert sich aber dem texanischen Ölhafen Galveston.
Strategische Reserven - eine ständige Versuchung
Die SPRs sind schon seit ihrer Etablierung ein politischer Zankapfel. Ins Leben gerufen wurden sie am 22. Dezember 1975 von US-Präsident Gerald Ford als Reaktion auf das Ölembargo der Förderländer. Das Gesetz - der Energy Policy and Conservation Act (EPCA) - setzte das Ziel, die Reserven auf 1 Milliarde Barrel aufzustocken, um die Vereinigten Staaten unabhängiger vom Nahen Osten zu machen. Inzwischen werden in den Salzkavernen 707,2 Millionen Barrel gelagert. Immer dann, wenn der Ölpreis steigt, fordern Politiker, die SPRs anzuzapfen. Zuletzt setzte der Kongress in Washington durch, dass das Auffüllen gestoppt wird.
Aktuelle Nachrichten bei:
Obamas Tauschidee ist neu. Derzeit werden die Rohölsorten in den SPRs nur nach ihrem Schwefelgehalt getrennt. Demnach sind 283,5 Millionen Barrel süß - weisen also nur einen geringen Schwelfelgehalt auf - und 423,7 Millionen Barrel sauer. Nach dem API-Wert, der für die Schwere das Öls ausschlaggebend ist, wird nicht unterschieden. “Die gesamten SPRs gelten als leichtes Rohöl”, sagte eine Sprecherin des US-Energieministeriums FTD-Online.
Allerdings ist das eine Definitionsfrage: Der API-Wert schwankt zwischen 30,7 und 37,3. Nach Angaben der Statistikbehörde des Energieministeriums liegt der API-Wert von schwerem Rohöl bei unter 22, der von leichtem Rohöl bei mehr als 38.
Quelle: FTD Weitere aktuelle Nachrichten
English



Hollywood heavyweights Robert De Niro and Al Pacino reunited on the red carpet in New York Wednesday night for the premiere of their new crime thriller “Righteous Kill” — their first film together since making 1995’s “Heat.”
The movie also stars
The Pakistani Army has been given orders to retaliate against any unilateral strike by the Afghanistan-based US troops inside the country.
Army Spokesman Maj Gen Athar Abbas confirmed the orders in a brief interview with Geo News on late Thursday night.
The
Russian President Dmitry Medvedev says he will not accept military action or new sanctions against Iran over its nuclear activities.
“We should not take any unilateral steps. It is not acceptable to opt for a military scenario. It would be dangerous,”
As the world marks the seventh anniversary of 9/11, some European experts say security improvements in the US have been undercut by fairly basic mistakes. Among the remedies is more trust in America’s laws and allies.
Seven years after the attacks
David Miliband has allegedly come in for a rather undiplomatic tongue-lashing from his Russian counterpart.
The Foreign Secretary was apparently given a furious dressing down by Sergei Lavrov over the telephone.
Mr Miliband’s criticism of Russia’s recent incursion into Georgia is believed
PIETERMARITZBURG, South Africa - A South African judge ruled Friday that prosecutors were wrong to charge ANC President Jacob Zuma with corruption, effectively clearing way for the 66-year-old former freedom fighter to become the country’s next president.
Judge Chris Nicholson’s ruling
Thailand’s political turmoil deepened Friday when the ruling coalition failed to turn up to parliament to reelect leader Samak Sundaravej as prime minister.
Lawmakers from the six-party coalition did not attend an emergency session of parliament called to choose a prime minister, three days after a court stripped Samak of power for accepting payments for hosting